Einspeisevergütung



Am 7. Dezember 1990 wurde das Stromeinspeisungsgesetz eingeführt. Dieses Gesetz war der Vorläufer des Erneuerbare-Energien-Gesetzes. Es sicherte den Stromerzeugern eine gekoppelte Mindestvergütung zu. Zu dieser Zeit wurde der Strom aus Erneuerbaren Energien nur von kleinen Unternehmen erzeugt denen eine Einspeisung in das Verbundnetz der großen Stromezeuger sehr erschwert wurde. Am 1. April 2000 wurde das Stromeinspeisungsgesetz durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz vom 29. März 2000 ersetzt. Eine erste Änderung kam zum Jahreswechsel 2003/2004, bei der die Förderung für Photovoltaikanlagen nach auslaufen des 100000-Dächer-Programms angepasst wurde. Eine novellierte Fassung des Erneuerbaren Energiengesetz vom 21.Juli 2004 ist am 1. August 2004 in Kraftgetreten. Die Vergütung richtet sich nach dem Jahr der Inbetriebnahme der Anlage und wird für 20 Jahre garantiert.Die Einspeisevergütung betrug im Jahr 2004 57,4 Cent/kWh für Anlagen bis zu einer Größe von 30 kW. Für Anlagen bis 100 kW erhielt man 54,6 Cent/kW. Ab 100 kw waren es noch 54 Cent/kW. Freiflächenanlagen wurden mit 45,7 Cent/kW vergütet und bei Fassadenanlagen erhielt man bis zum Jahr 2008 noch einen Zuschlag von weiteren 5 Cent/kW

Bereits im Jahr 2005 wurden die Vergütungssätze gesenkt. 30 kW Anlagen werden zu dieser Zeit mit 54,53 Cent/kW vergütet. Anlagen bis 100 kW erhalten 51,87 Cent/kW und Anlagen über 100 kW erhalten 51,30 Cent/kW. Für Freiflächenanlagen sind es noch 43,4 Cent/kW. Die Einspeisevergütung für das Jahr 2006 betrug für Anlagen bis 30 kW 51,80 Cent/kW, für Anlagen bis 100 kW 49,28 Cent/kW, ab 100 kW waren es noch 48,74 Cent/kW und für Freiflächenanlagen waren es noch 40,6 Cent/kW. Auch 2007 wurden die Vergütungssätze gesenkt. in diesem Jahr wurden die Anlagen bis 30 kW mit 49,21 Cent/kW vergütet, Anlagen bis 100 kW mit, 46,82 Cent/kW, ab 100 kW wurden die Solarstromanlagen mit 46,3 Cent/kW vergütet und Freiflächenanlagen nur noch mit 37,96 Cent/kW. Im Jahr 2008 wurde die Einspeisevergütung wieder gesenkt. In diesem Jahr beträgt die Vergütung 46,75 Cent/kW für Anlagen bis 30 kW,für Anlagen bis 100 kW sind es 44,48 Cent/kW, 43,99 Cent/kW für Anlagen über 100 kW und für Freiflächen Anlagen sind es 35,49 Cent/kW. Mit dem Erneuerbaren Energien Gesetz im Jahr 2009 wurde erstmals eine Vergütung für selbst verbrauchten Strom aus Gebäudeanlagen bis 30 kWp eingeführt. Diese Einspeisevergütung für den Eigenverbrauch beträgt im Jahr 2009 25,01 Cent/kW.

Anlagen bis 30 kW werden im Jahr 2009 mit 43,01 Cent vergütet, Für Anlagen bis 100 kW erhält man 40,91 Cent, Anlagen ab 100 kW werden mit 39,58 Cent vergütet und Anlagen ab 1000 kW bekommen noch 33,00 Cent/kW. Freiflächenanlagen erhalten eine Einspeisevergütung von 31,94 Cent/kW. Der Zuschlag für die Fassadenmontage entfällt ab dem Jahr 2009. Aktuell erhält man für Anlagen die im Jahr 2010 ans Netz gegangen sind einen Vergütungssatz von 39,14 Cent/kW für Anlagen bis 30 kW. Für Anlagen bis 100 kW sind es 37,23 Cent, ab 100 kW sind es 35,23 Cent, ab 1000 kW sind es 29,37 Cent und für Freiflächenanlagen sind s nur noch 28,43 Cent/kW. Auch die Selbstverbrauchsvergütung wurde gesenkt. Diese beträgt 2010 nur noch 22,76 Cent/kW. Bei Anlagen mit einer Größe von Beispielsweise 60 kW die im Jahr 2008 in Betrieb genommen hat erhält man also eine Vergütung in Höhe von 46,75 Cent für die 30 kW und für die weiteren 30 kW 44,48 Cent/kW. Und diese Vergütung gilt dann für die nächsten 20 Jahre. Die Einspeisevergütung wird zum 1.Juli 2010 um weitere 16 beziehungsweise 15 Prozent gesenkt, darauf haben sich die Regierungsparteien im Koalitionsausschuss geeinigt. Ziel ist es eine Überförderung abzubauen, ohne den weiteren Ausbau der Solarbranche zu verhindern.